BEN VAUTIER: „la verite changera l`art“


INGE C. POHL: Werden, Glücken, Zweifeln, Vergehen und Anderswerden, Neuentstehen als Gesamtkunstwerk der Veränderung – darin liegt der Anreiz meiner Suche nach wirksamen Gleichnissen unserer Existenz. Ein Repertoire von Möglichkeiten gegenseitiger Impulse zwischen Fotografie und Malerei erzeugt in mir Staunen und Betroffensein mit verblüffenden Sichtweisen, die mein Inneres berühren.Verschiedene Erkenntnisse und Erfahrungen treiben mich an unterschiedliche Gestaltungsmedien anzuwenden um ästhetische Wirkungen zu erforschen – mit Faszination. Es ist ein magisches Inszenieren von Wirkungen, mit Dramaturgie: ein Spiel mit Ernst und Freude. Mein Hunger nach neuen Erprobungen: der Zwang sich selbst und das bisher Errungene, „Gekonnte“ in einem Parallel-Bewußtsein abzuspeichern, um es mit neuen Inspirationen überholen und übertreffen zu können. Eine Jagd nach archetypischen Wirkungen: Magie führt Regie. Unerwartetes vereint sich mit Gestaltungserfordernissen von Form und Farbgebung. Der vernetzte Wechsel der Arbeitstechniken überlagert und fördert gegenseitige Inspiration. Zyklisches, serielles Gestalten ist die Folge. Dialektisches als  Ursache geistiger Lebendigkeit heißt: sich selbst mit eigener „MEHRSCHICHT– IDENTITÄT“ treu bleiben und im Zweifel wie im Widersprechenden Wahrhaftigkeit durch Erneuerung finden. Eine freigeistige, universelle Fülle an Kreativität entzieht sich deshalb teilweise gelernter Dogmatik, die dem Markterfolg zu dienen hat. Ermöglicht und gefördert wurde mein „freieres“ Schaffen durch eine gesicherte Existenzgrundlage.


LUDWIG HOHL: Der Künstler ist kein Macher (kein Industrieller!) sondern: einer der Opposition ausübt.
Es ist die allgemeinste und tiefste Opposition.